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Jobcenter Region Hannover: Ausreichend Geld in 2022, um Arbeitsuchende zu fördern

Das Jobcenter Region Hannover sieht sich für 2022 finanziell gut aufgestellt. Rund 80 Millionen Euro sind für Förderangebote eingeplant. „Wir haben auch im kommenden Jahr genug finanzielle Mittel, um Arbeitsuchende bedarfsgerecht zu fördern“, sagt Geschäftsführer Michael Stier. „Die Menschen, die Sozialleistungen von uns erhalten, befinden sich in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen. Deshalb ist es wichtig, dass wir eine große Bandbreite individueller Möglichkeiten bereitstellen. Das ist uns, trotz Corona, in diesem Jahr gelungen, auch dank dem Einsatz und der Erfahrung der Bildungsträger in der Region. Deswegen blicken wir optimistisch auf das Jahr 2022.“

Das wichtigste Instrument des Jobcenters bleibt für den Jobcenter-Geschäftsführer die Beratung: „Ich bin sehr stolz auf unsere Kolleginnen und Kollegen in allen zwanzig Standorten, die auch in der Corona-Pandemie weiterhin für die Arbeitsuchenden da sind. Die telefonische Beratung hat sich in den vergangenen anderthalb Jahren bewährt. Trotzdem beraten wir auch weiterhin persönlich, im Moment allerdings nur nach vorheriger Terminabsprache und unter strengen Hygienebedingungen.“ Derzeit gilt in allen Standorten des Jobcenters Region Hannover die 3-G-Regelung. „Wenn es die Lage wieder zulässt, bauen wir unsere Beratungsangebote in der Fläche weiter aus. Wir wollen dahingehen, wo die Menschen sind", sagt Michael Stier.

Die Erfahrungen der Corona-Pandemie bestätigten einmal mehr, dass besonders Frauen in prekären Arbeitsverhältnissen und Mini-Jobs oder wegen allein verantwortlicher Kinderbetreuung benachteiligt seien, erklärt der Jobcenter-Geschäftsführer. Das Jobcenter hält auch 2022 für Frauen, mit und ohne Migrationshintergrund und insbesondere für Alleinerziehende, entsprechende Angebote bereit. Ziel sei es, Frauen dabei zu unterstützen, beruflich eigene Wege zu gehen. „Dabei thematisieren wir auch traditionelle Rollenbilder und deren Auswirkungen auf berufliche Perspektiven“, sagt Michael Stier. „Bei unseren neuen Angeboten ausschließlich für Frauen, bei denen wir auch Kinderbetreuung anbieten, haben wir einen regen Zulauf.“

Weitere Schwerpunkte der Beratung und Förderung bleiben weiterhin Jugendliche, Migranten und Langzeitarbeitslose. „Es gibt pandemiebedingt wieder mehr Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen länger arbeitslos gewesen sind“, sagt Michael Stier. „Hier machen wir flexible Angebote, die die Menschen eng begleiten, bis sie wieder festen Boden unter den Füßen haben.“

Ein Schlüssel zur nachhaltigen Integration in den Arbeitsmarkt wird auch 2022 die berufliche Weiterbildung sein. „Wir erleben, wie die Digitalisierung den Arbeitsmarkt verändert“, sagt der Jobcenter-Geschäftsführer. „Für eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt müssen zumindest entsprechende Grundkenntnisse vorhanden sein.“ Berufliche Weiterbildung könne aber auch der Erwerb eines Berufsabschlusses in einem Betrieb sein. „Eine berufliche Ausbildung bietet weiterhin die besten Chancen auf einen guten Job. Grundsätzlich kann das Jobcenter auch Arbeitsuchende noch mit über 50 Jahren unterstützen, einen Berufsabschluss zu machen.“

Besonders bewährt hat sich aus Sicht des Jobcenter-Geschäftsführers das Förderinstrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“. Das ist ein Angebot für Menschen, die mehrere Jahre nicht gearbeitet haben. Dabei übernimmt das Jobcenter in den ersten zwei Jahren zu 100 Prozent die Lohnkosten. Zusätzlich begleiten Coaches die Menschen, um das neue Arbeitsverhältnis zu stabilisieren. „Das Förderinstrument wird in der Region sehr gut angenommen“, freut sich Michael Stier. „Bislang hat „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ über 1.500 Arbeitsverhältnisse geschaffen, davon über die Hälfte in der Privatwirtschaft. Deswegen setzen wir uns gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden, den Gewerkschaften und vielen Unterstützerinnen und Unterstützern aus der Politik dafür ein, dass dieses sehr gute Instrument dauerhaft im Gesetz festgeschrieben wird.“

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