Studienabbrecher

 

Das Studium abgebrochen?

Der Weg in einen Beruf ist nicht leicht. Die Möglichkeiten sind vielfältig und eine Entscheidung nicht immer einfach und häufig auch nicht endgültig. Von denen, die in Deutschland ein Studium beginnen, brechen es ca. 1/3 letztendlich ohne einen Abschluss wieder ab.

Sprechen Sie mit Ihrer persönlichen Ansprechpartnerin oder Ihrem persönlichen Ansprechpartner und Sie erhalten Unterstützung

  • bei Ihrer Standortbestimmung
  • bei der Suche nach neuen Ausbildungswegen oder Studiengängen
  • durch Vermittlung und Unterstützung im Bewerbungsprozess

 

Ein Beispiel für eine gelungene Neuorientierung ist Ulf, der sich nach dem Studienabbruch für eine praktische Ausbildung entschieden hat.

Technik die begeistert

Ulf hat schon immer gearbeitet. Auch als er noch studiert hat. Erst als eine Verletzung ihn zu einer längeren Pause zwang, verlor er den Anschluss. Er wechselte das Studienfach. Die Noten stimmten, zufrieden war er nicht. „Mir hat gefehlt, abends zu sehen, was ich gemacht habe.“ Er beendete das Studium und arbeitete zunächst in der Zeitarbeit. Schnell merkte er, dass seine Perspektiven da begrenzt waren. Eine Berufsausbildung schien ihm eine Möglichkeit, den Wunsch nach praktischer Arbeit mit seinen fachlichen Interessen zu verbinden: „Ich hatte schon immer eine hohe Affinität zu Technik.“ Er schrieb rund 50 Bewerbungen für Ausbildungsplätze in technischen Berufen – ohne Erfolg. Seine Ansprechpartnerin im Jobcenter vermittelte ihm ein Bewerbungsgespräch bei Kfz-Meister Günther Wilhelm in Barsinghausen.

Das Leben ist kein Ponyhof

Für Günter Wilhelm sind Lebensläufe nicht entscheidend. „Der Nasenfaktor ist wichtig.“ Der Kfz-Meister bildet seit 25 Jahren aus. Er hatte bereits einen Umschüler vom Jobcenter erfolgreich ausgebildet. Ältere Bewerber – für den Meister sogar eher ein Pluspunkt: „Die haben festgestellt: das Leben ist kein Ponyhof. Sie haben eine gewisse Reife und arbeiten gewissenhaft. Wir arbeiten schließlich mit fremdem Eigentum. Wenn eine Schraube nicht richtig angezogen ist, kann das böse Folgen haben.“ Der Nasenfaktor stimmte, der Rest auch. Ulf macht eine Umschulung zum Kfz-Mechatroniker bei Günter Wilhelm.

Text und Bild Lasko Werner

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