Weitere verfügbare Hilfen

Aus dem Vermittlungsbudget kann bei der Anbahnung und/oder Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gefördert werden, sofern das für die berufliche Eingliederung erforderlich ist. Gleiches gilt für eine schulische Ausbildung.
Ihr persönlicher Ansprechpartner informiert Sie über die Möglichkeiten der Förderung aus dem Vermittlungsbudget.

Arbeitsgelegenheiten (AGH)                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                Für erwerbsfähige Leistungsberechtige, bei denen eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt aktuell nicht möglich ist, bietet das Jobcenter Region Hannover Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung (AGH-MAE) an.

Ziele von AGH-MAE sind die Erhaltung oder Wiedererlangung der Beschäftigungsfähigkeit und die Heranführung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten an den allgemeinen Arbeitsmarkt. AGH-MAE sind nachrangig, d.h. eine Zuweisung darf nur dann erfolgen, wenn eine Vermittlung in Arbeit, Ausbildung oder Qualifizierung nicht unmittelbar möglich ist. Grundsätzlich ist eine Teilnahmedauer von 24 Monaten innerhalb von fünf Jahren zulässig. Ältere erwerbsfähige Leistungsberechtigte und erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit minderjährigen Kindern könne maximal 36 Monaten innerhalb von fünf Jahren teilnehmen.

Arbeiten, die im Rahmen von AGH-MAE geleistet werden, müssen im öffentlichen Interesse liegen, zusätzlich und wettbewerbsneutral sein. So soll vermieden werden, dass bestehende Arbeitsplätze verdrängt werden oder ihre Entstehung durch eine AGH-MAE verhindert wird. Für die Dauer der Teilnahme erhalten erwerbsfähige Leistungsberechtigte zuzüglich zum Arbeitslosengeld II eine angemessene Mehraufwandsentschädigung (zur Zeit 1,30 € je geleisteter Beschäftigungsstunde), die den arbeitsbedingten Mehraufwand abdecken soll. Diese wird nicht auf die Leistungen zum Lebensunterhalt angerechnet.“

Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
Personen, deren berufliche Eingliederung erschwert ist, können Maßnahmen für die Vermittlung von beruflichen Kenntnissen oder Aktivierung für den Einstieg ins Berufsleben erhalten. Das können unter anderem sein: Bewerbungstraining, Vermittlungsgutschein oder Praktika.

Betriebliches Praktikum
Im Rahmen der Eignungsprüfung für einen Arbeitsplatz können die Fähigkeiten und Qualifikation in einem Praktikum abgeklärt werden. Das Praktikum darf höchstens sechs Wochen dauern und ist vorher durch den persönlichen Ansprechpartner zu genehmigen.  

Eingliederungszuschuss
Manchmal stimmen die vorhandenen Qualifikationen des Bewerbers nicht mit den Anforderungen eines Stellenangebotes überein. Ist der Arbeitgeber dennoch bereit, einen Bewerber sozialversicherungspflichtig einzustellen, kann als Ausgleich ein Eingliederungszuschuss (EGZ) gewährt werden. Der EGZ soll anfängliche Defizite auffangen. Für ältere und schwerbehinderte Menschen greifen andere, weitergehende Förderinstrumente. Die Beantragung muss immer vor Arbeitsaufnahme durch den Arbeitgeber gestellt werden.

Einstiegsgeld
Das Einstiegsgeld kann als Zuschuss zum Arbeitslosengeld II gezahlt werden. Der persönliche Ansprechpartner kann die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung oder selbstständigen Tätigkeit mit dem Einstiegsgeld unter bestimmten Voraussetzungen unterstützen. Näheres erfragen Sie bitte bei Ihrem nächsten Besuch oder vereinbaren Sie einfach einen Termin.

Kommunale Eingliederungsleistungen
Neben unseren originären Möglichkeiten können Sie darüber hinaus die folgenden, kommunalen Leistungen in Anspruch nehmen, wenn sie zur Eingliederung in das Erwerbsleben erforderlich sind:

  • Betreuung minderjähriger Kinder oder dpe Pflege von Angehörigen
  • Schuldnerberatung
  • Psychosoziale Betreuung
  • Suchtberatung

Natürlich gibt es noch weitere Fördermöglichkeiten im Individualfall. Halten Sie deshalb regelmäßig Kontakt zu Ihrem persönlichen Ansprechpartner – dieser wird gemeinsam mit Ihnen das richtige Instrument auswählen.