Energiekosten

Stromkosten sparen – ganz einfach und kostenlos

Anders als Heizkosten erstattet das Jobcenter keine Stromkosten. Kosten für Strom sind in der Regelleistung vorgesehen. Das bedeutet: wer viel Strom verbraucht, muss dafür mehr Geld bezahlen. Dann ist weniger Geld für andere Dinge da.

Manche Leistungsberechtigten erleben mit der Stromrechnung eine böse Überraschung: „Vorsprachen wegen hoher Stromrechnungen sind im Jobcenter an der Tagesordnung“, sagt Heinz Scheibe, stellvertretender Bereichsleiter im Standort Laatzen des Jobcenters Region Hannover. „Das Jobcenter kann in diesen Fällen nur Darlehn vergeben.“ Grundsätzlich hat das Jobcenter aber nicht die Möglichkeit, die Stromkosten zu übernehmen.

Andererseits: wer weniger Energie verbraucht, hat mehr Geld für andere Dinge. Und: Stromsparen ist einfach und kostet nicht. Möglich macht das der Stromspar-Check der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Region Hannover e.V. „Im Schnitt spart jeder Haushalt mit unserer Hilfe etwa 73 Euro pro Jahr an Stromkosten“, sagt Stromspar-Checker Fritz Breckerbohm von der AWO Hannover e.V..


Strom sparen – ganz einfach und kostenlos

Die Stromspar-Checkerinnen und Stromspar-Checker kommen direkt nach Hause. Sie schauen, welche Glühbirnen es in der Wohnung gibt, welche Elektrogeräte vorhanden sind. Sie messen den Verbrauch an Strom und Wasser. Anhand einer schriftlichen Übersicht geben sie praktische Tipps, wo Strom und Wasser gespart werden können. Außerdem verschenken sie Glühbirnen, Duschköpfe und Aufsätze für Wasserhähne. Die helfen dabei, Strom und Wasser zu sparen. Alles kostenlos! Die Beratung kann auch auf Englisch, Französisch, Russisch, Arabisch oder Kurdisch geführt werden.

Wer gerne beim Strom Geld sparen möchte, nimmt ganz einfach mit den Stromspar-Checkerinnen und Stromspar-Checkern Kontakt auf. Die Flyer mit Telefonnummer liegen in allen Standorten des Jobcenters Region Hannover aus. An dem Flyer ist eine Postkarte angehängt. Mit dieser Karte kann man einen Termin für einen Stromspar-Check vereinbaren. Die Karte kann kostenlos verschickt werden.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO Region Hannover sind regelmäßig vor Ort in den Jobcenter-Standorten Vahrenwalder Straße, Calenberger Esplanade, Freundallee und Mengendamm. Dort stellen sie in den Eingangsbereichen ihr Angebot vor.


Am 24. August stellte die AWO den Stromspar-Check vor dem Jobcenter in Laatzen vor. Von links: Stromspar-Checkerin Dagmar Skaf und Stromspar-Checker Fritz Breckerbrohm mit Heinz Scheibe und Dietlind Osterkamp vom Jobcenter Region Hannover.


Stromspar-Checker werden

Übrigens: Das Jobcenter Region Hannover bietet Arbeitsgelegenheiten als Stromspar-Checkerin oder Stromspar-Checker bei der AWO Region Hannover e.V. Besondere Kenntnisse sind nicht erforderlich. „Für den Job sollte man freundlich, aufgeschlossen und kontaktfreudig sein“, sagt Fritz Breckerbohm. Alle notwendigen Kenntnisse erhielten die neuen Stromspar-Checkern in Unterrichten und in der gemeinsamen Arbeit mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. „Einige Kolleginnen und Kollegen haben aus dieser Tätigkeit heraus eine Arbeit gefunden“, erzählt Fritz Breckerbohm.

Dietlind Osterkamp, Bereichsleiterin Jobcenter-Standort Laatzen, ist von der Arbeit der begeistert: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen sich Zeit, sind fachlich versiert und bieten eine qualifizierte Beratung.“ Fritz Breckerbohm freut sich über die vielen positiven Rückmeldungen, die er bei der Arbeit erhält: „Die Menschen sind dankbar.“

Wenn Sie Arbeitslosengeld II beziehen und Interesse an einer Arbeitsgelegenheit als Stromspar-Checkerin oder Stromspar-Checker haben, sprechen Sie Ihre persönliche Ansprechpartnerin oder Ihren persönlichen Ansprechpartner an.

 

Den Flyer zum Stromspar-Check finden Sie in verschiedenen Sprachen hier.

Zum Internetauftritt vom Stromspar-Check geht es hier.

 

Text und Bild: Lasko Werner