13. Juli 2017

"Es braucht immensen Einsatz, um Langzeitarbeitslose in Arbeit zu bringen"

Jobcenter vermittelt 400 Langzeitarbeitslose mit Bundesprogramm in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Angesichts neuer Zahlen zur Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland verweist Dietmar Langer, Mitglied der Geschäftsführung im Jobcenter Region Hannover, auf das gute Ergebnis des ESF-Bundesprogramms für Langzeitarbeitslose in der Region. Am 30. Juni ist das Bundesprogramm nach zwei Jahren offiziell ausgelaufen. Über 400 Langzeitarbeitslose ohne Berufsabschluss haben hierüber eine Arbeit gefunden. Das ist bundesweit das zweitbeste Ergebnis für ein Jobcenter.

Neben einem guten Ergebnis hat das Programm auch wichtige Erkenntnisse geliefert. „Es braucht einen immensen Einsatz, um Langzeitarbeitslose in Arbeit zu bringen“, betont Dietmar Langer. Wichtiger Bestandteil des Programmes waren die direkte Ansprache von Betrieben durch Betriebsakquisiteure sowie die Begleitung der neuen Mitarbeiter während der ersten Monate durch Coaches des Jobcenters. „Beides hat entscheidend zum Erfolg beigetragen. Deshalb nehmen wir diese Leistungen in unsere weitere Arbeit mit auf", sagt Dietmar Langer. "Das erfordert hohen Personaleinsatz, aber wir sehen, dass es sich lohnt.“

Das Jobcenter Region Hannover setzt das Programm bis Ende des Jahres fort, da noch Fördermittel vorhanden sind. Weitere 100 Langzeitarbeitslose sollen so in Arbeit kommen. "Die Erfahrung zeigt, dass vor allem kleinere Betriebe Langzeitarbeitslosen eine Chance geben", sagt Dietmar Langer.

Teilnehmen können Bezieher von Arbeitslosengeld II über 35 Jahre ohne Berufsabschluss, die länger als zwei Jahre arbeitslos sind. Außerdem müssen Einschränkungen vorliegen, die eine Arbeitsaufnahme erheblich erschweren.

Mehr über das ESF-Bundeprogramm für Langzeitarbeitslose erfahren Sie hier.

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