13. Mai 2016

Fit für den Job dank FIT AG

Neues Programm begleitet Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen zurück in die Erwerbstätigkeit

Trotz guter Arbeitsmarktlage bleibt die Zahl der Langzeitarbeitslosen in der Region Hannover nahezu konstant. Wer längere Zeit krank ist, findet besonders schwer zurück ins Erwerbsleben. Für diese Gruppe der Langzeitarbeitslosen hat das Jobcenter Region Hannover jetzt die FIT AG ins Leben gerufen. Das Programm bietet fachliche Beratung und Unterstützung beim Wiedereinstieg in den Beruf.

„Gesundheitliche Einschränkungen sind einer der der häufigsten Gründe, weshalb Menschen trotz vorhandener Ausbildung und Motivation jahrelang auf Grundsicherung angewiesen sind“, sagt Dietmar Langer, Mitglied der Geschäftsführung Jobcenter Region Hannover. „Mit der FIT AG wollen wir Betroffene ermutigen, die Probleme aktiv anzugehen, um wieder ein selbstbestimmtes Leben zu führen.“ Die FIT AG richtet sich an Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen. Dazu zählen körperliche Einschränkungen und auch psychische Problemlagen, von denen immer mehr Menschen betroffen sind.

Bis zu sechs Monate können Langzeitarbeitslose an der FIT AG teilnehmen. An mindestens zwei Tagen in der Woche kommen die Teilnehmer dazu in das Berufliche Bildungs- und Eingliederungszentrum der DIAKOVERE in der Hildesheimer Straße. Hier erhalten sie fachliche Unterstützung durch Ärzte, Psychologen, Physiotherapeuten und Jobcoaches. Im ersten Monat erarbeiten die Teilnehmer gemeinsam mit den Fachleuten eine realisierbare berufliche Perspektive. Anschließend testen die Teilnehmer ihre Belastbarkeit im „Echtbetrieb“ des Arbeitsalltags in Unternehmen und sammeln dort Praxiserfahrung.

Ein Einzelcoaching begleitet die Teilnehmer während der Praktikumsphase. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Gruppenangeboten zu Themen wie gesunde Ernährung, Bewegungs- und Entspannungsübung und Alltagsmanagement.

Direkt in der FIT AG sind sechs Mitarbeiter des Jobcenters als Coaches eingesetzt. Sie ermöglichen somit kurze Wege bei der Klärung wichtiger Angelegenheiten und bieten „Soforthilfe“ bei der Arbeitsmarktintegration an.

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