Ausbildungszuschuss

Wer kann die Förderung erhalten?

Arbeitgeber, die mit einem benachteiligten Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II unter 25 Jahren oder langzeitarbeitslosem Erwachsenen über 25 Jahren ein Ausbildungsverhältnis schließen.

Für wen kann ein Ausbildungszuschuss gezahlt werden?

Gefördert werden junge langzeitarbeitslose Erwachsene über 25 Jahren und Jugendliche, die das 25. Lebensjahr zum Tag des Ausbildungsbeginns noch nicht vollendet haben und die bei der Ausbildungssuche benachteiligt sind.

Wer ist bei der Ausbildungsplatzsuche benachteiligt?

Als benachteiligt bei der Ausbildungssuche werden zum Beispiel angesehen:

  • Alleinerziehende (Förderung auch bei Teilzeitausbildung möglich)
  • lernbeeinträchtigte Jugendliche und junge langzeitarbeitslose Erwachsene über 25 ohne Schulabschluss nach Erfüllung der Schulpflicht
  • Jugendliche junge langzeitarbeitslose Erwachsene über 25 mit Hauptschul- oder vergleichbarem Abschluss nur dann, wenn der Notendurchschnitt aller erteilten Fächer im letzten Schulzeugnis bei 3,5 oder schlechter liegt oder
  • die Leistungen in den Fächern „Deutsch“ oder „Mathematik“ im letzten Schulzeugnis mit der Note „ausreichend“ oder schlechter beurteilt wurde
  • Jugendliche aus Förderschulen für Lernbehinderte unabhängig vom Abschluss
  • sozial benachteiligte Jugendliche und junge langzeitarbeitslose Erwachsene über 25 mit sozialen oder psychischen Problemen
  • Jugendliche und junge langzeitarbeitslose Erwachsene über 25 mit Teilleistungsschwächen (z.B. Legasthenie, Dyskalkulie, ADS)
  • ehemals drogenabhängige oder straffällig gewordene Jugendliche und junge langzeitarbeitslose Erwachsene über 25
  • Altbewerber (unabhängig vom Schulabschluss), die bereits im vorangegangenen Ausbildungsjahr erfolglos in die Ausbildungsstellenvermittlung einbezogen wurden oder deren letzter Schulabschluss länger als 2 Jahre zurückliegt.

Gefördert werden benachteiligte Jugendliche und junge langzeitarbeitslose Erwachsene über 25, die mindestens eine Kombination aus zwei der oben genannten Voraussetzungen erfüllen oder eine dieser Voraussetzungen erfüllen und zusätzlich eine andere Benachteiligung aufweisen.

Welche Ausbildungsverhältnisse können gefördert werden?

Förderfähig ist eine betriebliche Ausbildung und die Fortführung einer betrieblichen Ausbildung in einem anderen Betrieb bei Zustimmung durch die zuständige Kammer, die in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder dem Altenpflegegesetz durchgeführt wird.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung wird als pauschalierter Festbetrag in Höhe von 8.000 € gewährt, wenn die Ausbildungsvergütung mindestens 450 € beträgt, sonst in Höhe von 6.000 €. Die Auszahlung erfolgt in zwei Teilbeträgen. Die erste Rate nach Ablauf der jeweiligen individuellen Dauer der im Ausbildungsvertrag vereinbarten Probezeit und Vorlage des von der zuständigen Stelle eingetragenen Ausbildungsvertrages. Die zweite Rate wird nach Ablauf von 12 Monaten nach Ausbildungsbeginn ausgezahlt.

Gesamtbetrag der Förderung

Ausbildungsvergütung

Zahlung eines   Festbetrages nach
Ablauf der Probezeit

Restbetrag nach Ablauf von 12 Monaten nach Ausbildungsbeginn

8.000 €

Ab 450 €

3.000 €

5.000 €

6.000 €

Unter 450 €

2.000 €

4.000 €

Wann ist die Förderung ausgeschlossen?

Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn

  • zu vermuten ist, dass der Arbeitgeber die Beendigung eines Ausbildungsverhältnisses veranlasst hat, um einen Ausbildungszuschuss zu erhalten, oder
  • die Ausbildung im Betrieb des Ehegatten, des Lebenspartners, der Eltern oder eines Elternteiles durchgeführt wird.

Die Förderung wird ebenfalls nicht ausgezahlt, wenn die Ausbildung wegen einer Freistellung, einer andauernden Erkrankung o.ä. nicht tatsächlich durchgeführt wird.

Die Leistung wird außerdem nur erbracht, soweit sie nicht für den gleichen Zweck durch Dritte erbracht wird. Somit ist eine gleichzeitige Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) ausgeschlossen.

Eine vorherige Förderung mit EQ und die Gewährung ausbildungsbegleitender Hilfen sind unschädlich

Wie ist das Verfahren?

Ausbildungsplatzsuchende, die für eine Förderung in Betracht kommen, können einen Fördergutschein beim Jobcenter Region Hannover beantragen. Ausbildungszuschuss wird nur erbracht, wenn der Gutschein vor Abschluss des Ausbildungsvertrages ausgehändigt worden ist. Mit dem Gutschein wird ein Antrag auf Auszahlung der Förderleistung ausgehändigt. Dieser ist nach Schließung des Ausbildungsvertrages im Jobcenter einzureichen. Der Ausbildungsvertrag muss innerhalb der Gültigkeit des Gutscheins abgeschlossen werden.

Die für eine Entscheidung erforderlichen Angaben sind durch den Arbeitgeber mit einem gesonderten Formular zu erbringen. Der Arbeitgeber hat alle für eine Entscheidung und Auszahlung erforderlichen Nachweise vorzulegen.

Der Gutschein hat nach Ausstellung eine Gültigkeitsdauer von bis zu 3 Monaten.


Der Arbeitgeber verpflichtet sich, im Konfliktfall das Jobcenter Region Hannover zu informieren. Erforderliche Mediationsangebote sind anzunehmen, um einen Abbruch der Ausbildung zu vermeiden. Der geförderte Auszubildende wird durch das Jobcenter besonders betreut.