Ausbildungszuschuss

 

Wer kann die Förderung erhalten?

Betriebe, die eine Arbeitslosengeld II-Bezieherin oder einen Arbeitslosengeld II-Bezieher ausbilden.


Für wen kann ein Ausbildungszuschuss gezahlt werden?

Gefördert werden Jugendliche oder junge Erwachsene, die das 35. Lebensjahr zum Tag des Ausbildungsbeginns noch nicht vollendet haben. Voraussetzung ist, dass sie bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz benachteiligt sind.


Wer ist bei der Ausbildungsplatzsuche benachteiligt?

Als benachteiligt bei der Ausbildungssuche werden zum Beispiel angesehen:

  • Alleinerziehende (Förderung auch bei Teilzeit-Ausbildung möglich)
  • Langzeitarbeitslose
  • lernbeeinträchtigte Jugendliche und junge Erwachsene, dass heißt ohne Schulabschluss nach Erfüllung der Schulpflicht
  • Jugendliche und junge Erwachsene mit Hauptschul- oder vergleichbarem Abschluss nur dann, wenn der Notendurchschnitt aller erteilten Fächer im letzten Schulzeugnis bei 3,5 oder schlechter liegt
  • die Leistungen in den Fächern „Deutsch“ oder „Mathematik“ im letzten Schulzeugnis mit der Note „ausreichend“ oder schlechter beurteilt wurde
  • Jugendliche und junge Erwachsene aus Förderschulen für Lernbehinderte unabhängig vom Abschluss
  • sozial benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene mit sozialen oder psychischen Problemen
  • Jugendliche und junge Erwachsene mit Teilleistungsschwächen
  • ehemals drogenabhängige oder straffällig gewordene Jugendliche und junge Erwachsene
  • Altbewerber (unabhängig vom Schulabschluss), die bereits im vorangegangenen Ausbildungsjahr erfolglos in die Ausbildungsstellenvermittlung einbezogen wurden oder deren letzter Schulabschluss länger als 2 Jahre zurückliegt.

Gefördert werden benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene, bei denen mindestens zwei Vermittlungshemmnisse vorliegen.


Welche Ausbildungsverhältnisse können gefördert werden?

Förderfähig ist eine betriebliche Ausbildung und die Fortführung einer betrieblichen Ausbildung in einem anderen Betrieb bei Zustimmung durch die zuständige Kammer, die in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder dem Altenpflegegesetz durchgeführt wird.

Der Arbeitgeber verpflichtet sich, im Konfliktfall das Jobcenter Region Hannover zu informieren. Erforderliche Mediationsangebote sind anzunehmen, um einen Abbruch der Ausbildung zu vermeiden. Der geförderte Auszubildende wird durch das Jobcenter besonders betreut.


Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung wird als pauschalierter Festbetrag in Höhe von 6.000 €. Ab einer monatlichen Ausbildungsvergütung bei mindestens 450,00 € beträgt die Förderung 8.000 €. Der Betrag wird in zwei gleich großen Raten ausgezahlt: nach Ende der individuell vereinbarten Probezeit und nach den ersten zwölf Monaten der Ausbildung. 


Wann ist die Förderung ausgeschlossen?

Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn

  • zu vermuten ist, dass der Arbeitgeber die Beendigung eines Ausbildungsverhältnisses veranlasst hat, um einen Ausbildungszuschuss zu erhalten
  • die Ausbildung im Betrieb des Ehegatten, des Lebenspartners, der Eltern oder eines Elternteiles durchgeführt wird. Dies gilt nicht für Bewerber und Bewerberinnen aus dem vorangegangenen Bewerbungsjahr (Altbewerber).
  • eine gesetzlich geregelte Förderleistung existiert (zum Beispiel der Ausbildungszuschuss für Schwerbehinderte nach § 73 SGB III).


Die Förderung wird ebenfalls nicht ausgezahlt, wenn die Ausbildung wegen einer Freistellung, einer andauernden Erkrankung o.ä. nicht tatsächlich durchgeführt wird.

Die Leistung wird außerdem nur erbracht, soweit sie nicht für den gleichen Zweck durch Dritte erbracht wird. Somit ist eine gleichzeitige Förderung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) ausgeschlossen.

Eine vorherige Förderung mit EQ und die Gewährung ausbildungsbegleitender Hilfen sind unschädlich


Wie ist das Verfahren?

Leistungsberechtigte, die die Voraussetzungen für eine Förderung erfüllen, können einen Antrag bei ihrer persönlichen Ansprechpartnerin oder ihrem persönlichen Ansprechpartner erhalten.

Folgende Unterlagen schickt der Ausbildungsbetrieb an die persönliche Ansprechpartnerin oder den persönlichen Ansprechpartner der oder des künftigen Auszubildenden:

  • den vom Ausbildungsbetrieb vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antrag
  • Kopie des beidseitig unterschriebenen Ausbildungsvertrages
  • die vom Ausbildungsbetrieb ausgefüllte und unterschriebene De-minimis-Erklärung

Der Antrag muss vor Abschluss des Ausbildungsvertrages gestellt werden.  Eine verspätete Antragstellung führt zur Ablehnung.

 

Wie kann das Jobcenter Betriebe unterstützen, geeignete Auszubildende zu finden?

Betriebe, die Auszubildende suchen, können sich an den gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Jobcenter Region Hannover und Agentur für Arbeit Hannover wenden. Die Telefonnummer ist 0511 919-1503.